Schnipsel zu Faking It

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»Ich sollte ins Bett gehen.« Ein Blick auf die Uhr an der Wand zeigt mir, dass es bereits drei Uhr morgens ist. Je länger ich hier sitzen bleibe und je mehr ich trinke, desto weniger Kontrolle habe ich über mich selbst.

»Bleib doch noch.«

Seine Stimme klingt sanfter als sonst und hält mich davon ab, aufzustehen und den Raum zu verlassen. Obwohl ich es tun sollte. Ich leere mein Glas in einem Zug, schließe einen Moment lang meine Augen und entscheide mich dann, mich zusammenzureißen. »Ich muss. Gute Nacht.«

Ich stehe auf und will aus dem Raum gehen, doch Matthew ist schneller. Er ist hinter mir und hält mein Handgelenk mit seiner Hand fest. »Lass mich nicht allein«, bittet er.

Dreh dich nicht um, dreh dich nicht um, dreh dich um Gottes willen nicht um. Ich drehe mich um, blicke in seine braunen Augen und weiß, dass ich alles tun werde, außer hier wegzugehen. »Matt –«, fange ich an, doch sein Zeigefinger an meinen Lippen bringt mich zum Schweigen. Langsam streicht er mit seinem Finger über meine Lippen, dann berührt seine Hand meinen Hals und Nacken, sodass meine Knie weich werden.

Höchste Zeit, von hier zu verschwinden! Doch mein Kopf ist wie ausgeschaltet. Meine Atmung beschleunigt sich, als seine Finger mein Schlüsselbein streifen. Matthews Kopf nähert sich meinem und ich spüre seinen Atem an meinem Ohr.

»Danke, dass du mir zugehört hast.«

Ich nicke, unfähig etwas zu antworten.

Seine Hand berührt mein Kinn und zieht es behutsam nach oben, sodass ich gezwungen bin, tief in seine Augen zu sehen. Die Emotionen, die ich darin erblicke, lassen mich stocken. Er leckt sich über die Lippen, legt seine freie Hand an meine Taille und zieht mich näher an sich heran. Mir ist warm, heiß, und ich frage mich, ob er diese Hitze zwischen uns auch spürt oder ob es nur mir so geht.

Das letzte Fünkchen Vernunft verschwindet aus meinen Gedanken, als er seine Finger um meinen Nacken legt und meinen Kopf zu sich zieht, sodass unsere Lippen fest aufeinandertreffen. Seine andere Hand, die auf meiner Taille ruht, rutscht weiter nach unten und streift über meinen Po, sodass mir ein Stöhnen entfährt. Mein Mund öffnet sich, als seine Zunge gegen meine Lippen presst. Ich glaube, ein tiefes Stöhnen zu hören, und kann mich kaum noch auf den Beinen halten. Um Halt zu finden, schlinge ich die Hände um seinen Hals.

Dann setzt er sich in Bewegung, stolpert rückwärts Richtung Couch und zieht mich mit sich. Wir landen auf dem Sofa und ich sitze rittlings auf ihm, doch unsere Lippen sind immer noch fest aufeinander gepresst. Ich merke, dass mein T-Shirt hochgerutscht ist. Seine Hände wandern über meinen Po, kneifen zu und ich stöhne laut auf.

»Fuck«, entfährt es Matthew und sein Griff wird grober. Mit der einen Hand umklammert er meinen Po. Die andere wandert zu meinem Slip, der bereits so feucht ist, dass ich alles mit ihm tun würde.

»Das fühlt sich gut an«, brummt er und ein Grinsen breitet sich auf seinem Gesicht aus.

Als er mich nach oben drückt, spüre ich seine harte Erektion unter mir und seine Finger, die sich in meinen Slip geschoben haben. Mein Kopf fällt in den Nacken, als sie sich erst langsam und dann immer schneller kreisend bewegen.

Ich senke meinen Blick auf ihn und sehe, wie sein Mund vor Erregung geöffnet ist und seine Augen mich hungrig anstarren. Es dauert nicht lange, bis ich den Kopf wieder zurückfallen lasse und spüre, wie das Pochen zwischen meinen Beinen stärker wird. Meine Muskeln fangen an zu zucken und als er mich zum Höhepunkt treibt, verschwimmt alles vor meinen Augen. Bis auf mein Stöhnen und seine Finger auf meiner Haut nehme ich nichts mehr wahr.

Ich brauche ein paar Sekunden, bis ich wieder zu mir komme. Dann steige ich von ihm herunter und sehe seinen Blick auf mir. In einem Zug ziehe ich mir das Shirt über den Kopf, sodass ich in nichts weiter als meinem Slip vor ihm knie.

Mit großen Augen beobachtet er, wie ich an seiner Hose zerre. Er setzt sich so hin, dass ich zwischen seinen Beinen niederknien kann.

»O ja«, zischt er, als ich den Reißverschluss seiner Hose öffne, sie herunterziehe und ihn eine Sekunde später in den Mund nehme.

Mit meiner Hand und meinen Lippen verwöhne ich ihn, versuche mich an einem verführerischen Augenaufschlag und schaue zu ihm hoch.

»Tu das nicht«, stöhnt er. »Wenn du mich weiter so unschuldig ansiehst, komme ich direkt.«

Adrenalin durchfährt mich, erfüllt meinen ganzen Körper und ich nehme ihn noch tiefer in den Mund, ohne den Blick von ihm abzuwenden. Seine Hände krallen sich in meinen Haaren fest, drücken mich fester auf ihn. Mein Verlangen nach ihm wächst und ich presse die Beine zusammen. Wenige Sekunden später gibt er ein tiefes Stöhnen von sich, es zuckt in meinem Mund und Matthew ergießt sich in mir.

Ich lege meine Hände auf die Knie und spüre, wie atemlos ich bin. Mit breiten Beinen sitzt er vor mir und hat die Augen geschlossen. Als brauche er noch eine Weile, um den Moment vollends auszukosten. Die ganze Zeit über rege ich mich nicht, beobachte, wie seine Lider flattern, bis sie sich ein paar Sekunden später öffnen. Er sieht mich an.

Eine Hitzewelle überfällt mich.

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