Leseprobe zu DARK PARADISE 1

beginnend ab Kapitel 1

unkorrigierte Fassung

Lesezeit: circa 20-30 Minuten

ALOY

Der Raum hatte sich mit Personen gefüllt, ich konnte ihre Blicke auf meinem halbnackten Körper spüren. Die Anspannung in meinen Gliedmaßen kehrte zurück, wenn sie denn überhaupt jemals verschwunden war. Ich hörte, wie sie sich um mich herumbewegten und sich mir näherten, und fragte mich unwillkürlich, ob auch Dante anwesend war oder ob er mich wirklich mit diesen unbekannten Menschen allein gelassen hatte.

Nur weil er ihnen vertraute, musste ich das nicht auch tun.

Niemand sprach. Umso mehr erschrak ich, als etwas von oben auf meinen Oberkörper tröpfelte und dickflüssig zwischen meinen Brüsten weiter nach unten lief. Der aromatische Duft von Jasmin stieg mir in die Nase. Ein einzelner Finger zog eine Spur durch das Öl, ehe sich das Prozedere auf meinem Rücken wiederholten.

Gleichzeitig legte sich die erste Hand auf meinen Bauch und eine weitere zwischen meine Schulterblätter. In langsamen, kreisenden Bewegungen begannen sie, sich über meinen Körpern zu bewegen. Schon bald verlor ich die Übersicht darüber, wie viele Hände sich auf meinem Körper befanden und ebenso bald war es mir egal, wie forsch sie mich erkundeten.

Und das taten sie. Meine Güte, das taten sie wirklich.

Eine Hand schob sich gerade die Innenseite meines Oberschenkels nach oben, während der Daumen einer anderen Hand durch den Stoff meines BHs über meine Brustwarze strich, die sich schmerzhaft danach sehnte, mehr Berührung zu erfahren.

Doch mehr als die fortwährende Qual unbestimmt vieler Hände auf meinem Körper passierte nicht. Keine intimeren Berührungen, keine Küsse, keine düstere Stimme, die sich in mein Bewusstsein schob und meine Aufmerksamkeit forderte.

Ich driftete ab, biss mir auf die Unterlippe, ein frustriertes Geräusch unterdrückend. Ruhten Dantes dunkle Augen auf meinem Körper, der langsam aber sicher aufgab und den süßen Reiz dieser Massage mit allen mir zur Verfügung stehenden Sinnen aufsaugte?

Obwohl mir wohlig warm war, überzog mich eine feine Gänsehaut, die mich kribbelnd nachspüren ließ, wo die Hände gerade noch gewesen waren und wo sie anschließend hinwandern würden.

Ich hatte versucht auszumachen, ob es sich dabei um die Hände von Männern oder Frauen handelte, aber es war unmöglich zu sagen. Ich wusste nicht einmal, wie viele Menschen sich mit mir in diesem Raum befanden.

Mit jeder weiteren Bewegung sammelte sich mehr Wärme in meinem Unterleib. Jedes Mal, wenn jemand in die Nähe meiner Brüste kam, durchzuckte mich das Verlangen, meinen Körper näher an die Quelle dieser Zuwendung zu drängen, doch das war mir, aufgrund meiner nach wie vor über meinem Kopf gefesselten Hände, nicht möglich.

Letztendlich entkam mir doch ein frustriertes Geräusch. Ich brauchte mehr. Mehr Intensität. Mehr Berührungen. Mehr Druck. Mehr von etwas, was mir diese Hände nicht geben würden. Dennoch weigerte ich mich, weitere Reaktionen auf diese kreative Folter zu zeigen oder gar darum zu betteln, dass Dante zurückkehren würde.

Diese Macht sprach ich ihm nicht zu, würde ihm die Kontrolle nicht gewähren. Ich durfte nicht vergessen, dass ich aufgrund eines Plans hier war, dessen Einzelteile vor allem beinhalteten, dass ich Dante unter die Haut ging; nicht andersrum. Er würde mir nicht verraten, wo sich meine Schwester aufhielt und mit wem sie unterwegs war, wenn ich ihm nicht irgendwie nahekam. Er würde mich bestenfalls vor die Tür setzen, wenn er herausfand, was ich plante. Schlimmstenfalls … nun ja, das konnte ich noch nicht abschätzen. Gehörte Mord auch auf die Liste der langen Verfehlungen, die Dante und seine Anhänger angehäuft hatten?

»Das ist genug.«

Sofort befand ich mich wieder im Hier und Jetzt. Die Hände verschwanden von meinem Körper und ließen gähnende Leere und das Verlangen nach mehr zurück. Unruhe entstand im Raum, als die unbekannten Personen sich von mir entfernten. Eine Tür schloss sich und damit kehrte endgültig wieder Ruhe im Raum ein, abgesehen von meinem etwas außer Takt gebrachtem Atem.

»Auch wenn mir die Vorstellung gefällt, dir in die Augen zu sehen, wenn du gleich das erste Mal kommst, gefällt mir der Gedanke mehr, dass dir dieser eine Sinn fehlt und dich dafür alle anderen überwältigen.« Dantes Stimme kam von links, seine Worte schossen direkt zwischen meine Beine, die ich aus Reflex zusammenpresste.

Bis zu diesem Punkt hatte ich kein Problem damit gehabt, mich mit den Armen über meinem Kopf gefesselt in einem Raum zu befinden, den ich nicht sehen konnte. Gerade wurde mir bei dem Gedanken, meinen Körper hilflos in die Obhut eines fremden Mannes zu geben, der mir zwar zwischen den Zeilen ungehörige Versprechungen machte, den ich aber noch nicht einmal bei Tageslicht gesehen hatte, flau im Magen.

Jeder normale Mensch hätte sich niemals freiwillig in diese Situation begeben. Normal war aber schließlich auch für Langweiler.

»Und was, wenn ich dich sehen will?«, versuchte ich, einen Ausweg zu finden.

Er räusperte sich. »Dann ehrt mich das zwar, aber ändert meine Entscheidung nicht. Dafür haben wir noch genug Zeit, Prinzessin.« 

Das klang, als hätte er jeden Moment meines Aufenthalts hier – so lange er auch dauern möge – penibel durchgeplant. Ob ich das beeindruckend oder erschreckend finden sollte … ich war mir nicht sicher.

Trotz alledem hatte sich die Anspannung aus meiner Magengegend noch nicht wieder aufgelöst. »Und wie lange willst du noch reden, anstatt deinen Worten endlich Taten folgen zu lassen?«

Es mutete an, als ob ich ungeduldig wäre, dass er endlich fortfuhr. Allerdings lag es einfach nur in meiner Natur, Menschen wie ihn mit meinen Worten zu provozieren. Ich musste ihn nicht sehen, um seine Schwachstellen auszumachen und zu erkennen, was ihn reizte. Und es reizte ihn definitiv, dass ich mich in die Rolle, die er so freizügig für mich gewählt hatte, nicht einfach einfügte, wie es laut ihm so viele andere Frauen vor mir getan hatten.

»Ich meine, ich habe jede Menge Zeit und nicht vor, demnächst zu verschwinden.« Demonstrativ hob ich den Kopf und bewegte die Hände. »Aber langsam zieht es sich ein wenig. Nicht, dass ich noch auf die Idee komme, dass du nur bluffst.«

Vielleicht war es dumm, so nachzubohren. In dieser Hinsicht konnte ich ihn noch nicht abschätzen; mich zu fesseln und an den Handgelenken aufzuhängen war praktisch, aber eventuell auch eine Neigung in den Bondage-Bereich, die sich ganz leicht auch anderweitig niederschlagen konnte.

»Aloy.« Der Tonfall ließ mich den Rücken durchdrücken und das Kinn recken. »Halt den Mund, Prinzessin, sonst passiert hier heute gar nichts.«

Den Drang unterdrückend, das herauszufordern, biss ich mir auf die Zunge. Er holte die Schere wieder raus, denn in der nächsten Sekunde rutschte mein BH seitlich an meinem Körper hinab.

Ich hörte ihn ausatmen und imitierte es automatisch. Wenn ihm nicht gefiel, was er sah, dann hatte Dante ganz eindeutig Pech – ich mochte meinen Körper und hatte in den letzten vierundzwanzig Jahren nicht einmal einen Jungen oder Mann darüber entscheiden lassen, ob mein Körper gut genug war oder nicht. Damit fing ich jetzt nicht an. Seine Drohung im Hinterkopf äußerte ich mich jedoch nicht dazu.

Stattdessen entkam mir ein Seufzen, als Dante die Hand um meine Brust legte und mit dem Daumen fest über Brustwarze rieb. Er kniff zu. Die leiseste Ahnung eines Schmerzes raste durch meinen Körper und es gefiel mir immer weniger, dass ich im passiven Part gefangen war.

Dantes Mund schloss sich um die andere und die Art und Weise, wie er mich mit seiner Zunge umspielte, ließ ein eindeutiges Bild in meinem Kopf entstehen. Und eine Vorahnung davon, was mich erwartete, wenn er sich erst anderen Teilen meines Körpers zuwandte.

Diesmal spürte ich alles, was er tat, zwischen den Beinen. Ebenso entging mir nicht, wie heiß mir geworden war. Mein Höschen klebte an mir – und dann biss Dante zu. Meine Hüfte ruckte automatisch nach vorne gegen ihn.

Seine Finger bohrten sich in meine Hüfte, meine Unterwäsche verschwand. Die kühle Umgebungsluft kitzelte mich. Dante platzierte einen einzelnen Kuss auf meinem Schambein. »Für heute gibt es keine Regeln, Prinzessin. Aber gewöhn‘ dich nicht daran.« Seine Stimme vibrierte über meine Haut.

Keine Regeln? Ehe ich mich an diesem Satzfragment aufhängen konnte, zog seine Zunge feuchte Spuren über meinen Hüftknochen. Dante zwang meine Beine auseinander, die ich, nachdem er mir die Unterhose ausgezogen hatte, wieder automatisch zusammengepresst hatte. Mein rechtes Bein legte er über seine Schulter, sodass mein Gleichgewicht ganz von ihm abhing.

Mich ärgernd führte sein Weg immer näher an meiner Klitoris vorbei, berührte sie die ganze Zeit über aber nicht einmal. Innerhalb von wenigen Minuten hatte er mich so weit, dass ich ihm meine Vulva am liebsten gegen das Gesicht drücken und ihn so dazu zwingen wollte, sein Spiel zu beenden und mir endlich das zu geben, was ich brauchte.

Es schien, als hätte er meine Gedanken gelesen, denn er lachte leise und dunkel, legte die Hände an meinen Hintern und zog mich gegen sich. Mit der ersten Berührung seiner Zunge an meinen Schamlippen war es um mich geschehen. Ich stöhnte auf.

Alles, was danach folgte, war so viel mehr als der Abklatsch, den er zuvor an meinen Brüsten vollführt hatte. Hitze schoss durch meine Adern und sammelte sich am Ende meiner Wirbelsäule. Meine Fußsohlen kribbelten. Jede weitere Berührung weckte ein anderes Gefühl in mir. Lust. Leidenschaft. Verlangen. Das Bedürfnis, in tausend Teile zu zerspringen und mich dann komplett neu zusammenzusetzen.

Dante verwandelte mich in ein stöhnendes, halb neben sich stehendes Chaos, das kurz vor einem Orgasmus stand, aber es in dieser Position doch nicht ganz schaffte, über die Ziellinie zu gehen.

Es machte mich verrückt. Ebenso die Tatsache, dass ich die Hand nicht in seinen Haaren vergraben, die Stellung verändern oder selbst aktiv werden konnte.

Für einen kurzen Moment ließ er von mir ab. Noch bevor Dante etwas sagen konnte, hatte ich ein »Nicht!« ausgestoßen.

Das Grinsen, das ich daraufhin in seiner Stimme hörte, trug nicht zu meiner geistigen Gesundheit bei. »Ich glaube, wir machen das anders. Du zählst jetzt von zehn an rückwärts … und wenn es dir bis null nicht gelungen ist, auf meinem Gesicht zu kommen, passiert das heute wohl gar nicht.«

So viel zu keine Regeln.

»Fang an«, wies er mich an.

Ich schluckte. »Zehn.«

Damit presste sich seine Zunge wieder gegen meine Klitoris, während sein Finger an meinem Scheideneingang spielte.

»Neun.«

Dante kehrte zum alten, rücksichtslosen Tempo zurück und bewies mir abermals, dass er in Sachen Oralsex mehr Erfahrung vorzuweisen hatte, als so manch anderer Mann. Er wusste, mit welcher Berührung er welche Reaktion hervorlockte. Beinahe hatte ich das Gefühl, dass er meinen Körper besser kannte als ich selbst.

»Acht.«

Der Druck in meinem Unterleib nahm zu. Zu wissen, dass er mir womöglich einen Orgasmus verweigern oder gar ruinieren würde, wenn ich innerhalb der nächsten sieben Sekunden nicht kam, zeigte Wirkung.

»Sieben.« Ich atmete lautstark aus, meine Zehen krümmten sich, weil sich etwas in mir zusammenbraute. Etwas, dessen Intensität mit unglaublichem Tempo auf mich zuraste und drohte, mich fortzuspülen – wie eine Welle einen zu leichten Stein.

»Sechs.«

Dante schob einen Finger in mich, krümmte ihn und übte Druck auf den einen Punkt aus, der aus einem normalen Orgasmus einen Sturm machen würde, dem standzuhalten eine Aufgabe für sich war.

»Fünf.«

Mir wurde klar, dass die Zeit immer knapper wurde – und ich zählte schon extra langsam, weil es mir schwerfiel, die Konzentration zu behalten und mich daran zu erinnern, welche Zahl ich als Letztes laut ausgesprochen hatte.

»Vier«, keuchte ich.

Dante knurrte. Das Geräusch ging mir durch Mark und Bein. Offensichtlich war es doch keine Option, nicht zu kommen.

»Drei.« Ich kniff die Augen zusammen, hielt den Atem an. Inzwischen ging er hemmungslos auf mich los.

»Zwei.«

Ich hatte das Gefühl, sterben zu müssen, wenn ich nicht gleich explodierte.

»Eins.«

Dante knurrte abermals, legte seine Lippen um meinen Kitzler und saugte. Ich kam. Zuckend. Und ohne mir Gedanken darüber zu machen, wie ich dabei klang. In heftigen Wellen rauschte der Orgasmus durch mich hindurch, während Dante gar nicht daran dachte, von mir abzulassen. Er forderte jedes letzte bisschen meines Orgasmus‘ ein. 

Pure Lust verwandelte sich schon bald darauf in das Verlangen, ihn von mir zu stoßen und zu fordern, dass er endlich aufhörte. Jede weitere Bewegung fühlte sich intensiver an, und wo ich zuvor noch gedacht hatte, zu sterben, dachte ich jetzt, dass ich bereits tot und im Fegefeuer gefangen war.

Ein Teil von mir wünschte sich, dass es damit zu Ende ging, er mich von meinen Fesseln befreite und dafür sorgte, dass ich in ein Bett kam. Ein anderer Teil – der, den ich gerne hintenanstellte und im Verborgenen hielt, hingegen wünschte sich, dass es einfach immer weiterging. Dante sollte mir ruhig aufzeigen, zu welchen Dingen mein Körper in der Lage war.

Er schob sich an mir nach oben und mit jedem Zentimeter, dem er meinem Mund näherkam, spürte ich dafür, wie sein Schwanz sich gegen den rauen Stoff der Jeans drückte. Mir stockte der Atem, als er mich küsste und ich mich selbst schmeckte. Ich biss in seine Unterlippe, bis Dante wieder das Knurren ausstieß, das ich in jeder Faser meines Körpers spürte.

»Was willst du?«, fragte er.

Die dümmste Frage, die mir in solch einer Situation jemals gestellt worden war und gleichzeitig ziemlich erotisch, weil er mir damit die Möglichkeit gab, jeden Wunsch auszusprechen, der mir in den Sinn kommen könnte. Und da gab es eine Menge.

Für den Anfang jedoch würde es mir reichen, wenn er die beiden Finger, die er immer noch in mir hatte und ganz leicht bewegte, gegen seinen Penis austauschte.

Verdammt, in meinem Kopf sah ich bereits eine Szene, wie er mich genauso wild durchnahm, wie er es gerade noch mit seiner Zunge getan hatte. Mir wurde heißer – und dann kalt. Und wieder heiß.

Die Finger seiner anderen Hand strichen seitlich an meinem Gesicht entlang. Dante küsste meine Mundwinkel und schob anschließend seine Zunge in meinen Mund. »Sag mir, was in deinem Kopf vorgeht, Prinzessin.«

Ich ignorierte das Schamgefühl, das plötzlich in mir aufsteigen wollte, und sagte es ihm. Dante in nichts nachstehend und absolut ebenbürtig zu seiner versauten Sprache. »Ich will, dass du deine Hose ausziehst, Dante, und dann dafür sorgst, dass dein Schwanz auf schnellstem Weg in mich kommt. Und dann will ich, dass du mich fickst.«

Noch während ich sprach, konnte ich hören, wie er den Reißverschluss seiner Hose öffnete und herausstieg. Auch seine Shorts folgten, ebenso ein weiteres Kleidungsstück, das ich für sein Hemd hielt.

Er trat hinter mich, sodass er sich mit der Hüfte gegen meinen Hintern drückte. Ich kam ihm entgegen, wiegte die Hüften leicht nach links und rechts, sofern es mir meine eingeschränkte Beweglichkeit möglich machte. Zu gerne hätte ich einen Blick auf seinen Körper geworfen, um ein Bild zu den Muskeln zu haben, die ich auf meiner Haut fühlte.

Je mehr ich mich bewegte, desto ruhiger wurde er, abgesehen von dem ein oder anderen unterdrückten Geräusch. Warum hielt er sie zurück?

Bevor ich ihn danach fragen konnte, legte er eine Hand auf meinen unteren Rücken und den anderen Arm vorn um meine Hüften. Dante positionierte sich mit der Spitze seiner Eichel an meinem Eingang. Bevor er in mich eindringen konnte, schob ich mich ein Stück nach hinten und sorgte so dafür, dass er in mich glitt. Er zog sich zurück.

»Was hast du an meiner Antwort nicht verstanden?«, bluffte ich, unnatürlich gereizt.

Dantes Hände führen geduldig über meinen Körper. »Oh, alles. Aber …«

Meine Hüften packend stieß er unerwartet, tief und hart zu. Nur sein fester Griff hielt mich davon ab, nach vorne zu schaukeln. 

Von diesem Moment an war alles, was ich wahrnahm sein Schwanz in mir, sein starker Körper hinter mir und das enorme Tempo, das er vorlegte. Mein letzter Orgasmus war noch nicht allzu lange her, jetzt bahnte sich bereits der nächste an. Die Muskeln in meinem Körper verkrampften sich, er stöhnte und im nächsten Moment zuckte er in mir, fast unisono mit den Wellen, die durch meinen Körper brandeten.

Meine Beine waren zu Pudding geworden und als er meine Hände endlich befreite und sie nach unten sanken, wäre ich beinahe zu Boden gesackt, wäre da nicht Dante gewesen, der mich aufrecht hielt.

Ich atmete noch immer heftig, als er mir kurz darauf die Augenbinde abnahm und sich meine Augen langsam an das schummerige Licht in dem relativ normal großen Raum gewöhnten. Die Wände waren zwar gestrichen, aber nicht sonderlich auffällig. Dafür war der dunkle Hartholzboden ein echter Blickfänger. Zwei Türen führten in den Raum, beide waren verschlossen und unscheinbar.

Nachdem ich meine Umgebung sorgfältig untersucht hatte und feststellte, wie schmucklos alles war und dass nichts darauf hinwies, was die Bewohner des Hauses – zumindest ging ich davon aus, dass wir uns in einem befanden – trieben.

Zu guter Letzt wanderte mein Blick nach oben in Dantes Gesicht, wie magisch angezogen. Unverhohlen sah er mir entgegen und ich stellte fest, dass er zwar schön anzusehen war, jedoch nicht wie eines der Covermodels großer Zeitschriften. Viel mehr lag es an der Ausstrahlung, die ihn umgab. Attraktivität kam nicht zwingend vom Äußeren allein, stellte ich fest. Außerdem musste er einige Jahre älter sein als ich, aus dem Studentenalter definitiv raus.

»Ich bringe dich gleich nach drüben ins Gästezimmer. Und dann besorge ich uns etwas zu Essen. Du darfst dich im Haus selbstverständlich frei bewegen, es wird dich niemand belästigen oder dir auf die Nerven gehen«, erklärte er relativ unzusammenhängend mit dunkler Stimme.

Die besaß er also nicht nur, wenn er erregt war. Meine Haut kribbelte. Ohne weitere Anstalten zu machen, sich anzuziehen, lief Dante mit mir in den Armen auf eine der beiden Türen zu. Auch ich durfte mich anscheinend nicht anziehen, er bot es mir nicht einmal an. Nicht, dass ich mich daran noch störte, nachdem ich die letzten Stunden nicht gesehen hatte, wer da was mit mir trieb.

Mit jeder Minute, in der mein Kopf klarer wurde, fragte ich mich mehr, was für Gründe es dafür gab, dass Männer wie Dante – rein von seinem körperlichen Erscheinungsbild – Frauen entführen mussten. Natürlich gab es immer noch die Möglichkeit, dass er und seine Freunde grenzdebile Psychos waren, die sich an der Angst ihrer Opfer aufgeilten, doch das würde ich nicht glauben, bis es dafür nicht handfeste Beweise gab.

»Warum entführt ihr Frauen vom Campus?«, fragte ich ihn geradeheraus. »Ich meine, das war verdammt guter Sex. Nichts, was man nicht auch auf normalem Wege bekommen könnte.«

Zumindest ich hätte zu einem Angebot wie diesem nicht nein gesagt und ich kannte einige Frauen, denen es ganz ähnlich ging.

Dante stieß die Tür auf und gab den Blick auf ein Schlafzimmer frei, das recht stilvoll eingerichtet war und nicht den Anschein eines Verbindungs- oder eines Campuswohnhauses hatte. Die dezenten Farben hoben einzelne Elemente des Raumes hervor, beispielsweise die alten Fenster und das massive Bett in King Size Größe. Es wirkte nicht, als ob hier jemand wohnte.

»Alles hat seine Gründe, Aloy.« Die Antwort war viel zu vage, um daraus einen richtigen Schluss zu ziehen.

Dante setzte mich auf dem Bett ab. »Und alles hat seine Zeit. Und die ist nicht jetzt.« 

Natürlich. Wenn er mir jetzt all seine Geheimnisse offenbarte …

»Du willst auch nichts über mich wissen?«, bohrte ich weiter. Irgendwo musste ich einen Ansatzpunkt finden, um mich in seine Gedanken zu schleichen und dieses Vertrauen zu erwecken, das so notwendig war, um ihm zu entlocken, was ich wissen wollte.

»Alles«, erwiderte er mit fester Stimme. »Angefangen mit der Tatsache, warum du trotz der Betäubung und der Entführung so ruhig sein kannst. Was dir einfällt, mich so zu reizen. Wie es dir gelingt, den Verstand nicht zu verlieren und daran zu denken, mir solche Fragen zu stellen.«

Damit verließ er den Raum und kehrte wenig später mit Essen zurück, dass er mich in Ruhe und allein verspeisen ließ. 

Ich hatte Fragen. Mehr als eine. Ich wollte meine Schwester finden. Sehnsüchtig. Aber gerade genoss ich es auch sehr, so etwas wie ungeplanten Urlaub zu machen.

DANTE

Aus den Schatten des nächtlichen Wohnzimmers heraus beobachtete ich Aloy dabei, wie sie durch die Küche schlich, die Hintertür zu dem kleinen Gartenstück fest im Blick. Es wirkte nicht so, als würde sie sich Gedanken darum machen, überrascht zu werden. Entweder sie wiegte sich in Sicherheit – oder aber, sie hatte meine Worte vorhin ernst genommen und bewegte sich hier, als wäre sie zu Hause.

Ich wusste nicht, was mir weniger gefiel.

Überhaupt – ihr ganzes Auftreten, ihr Verhalten … irgendetwas hatte Aloy an sich, dass mich beinahe unbemerkt reizte und nervte. Darüber hinaus kam mir ihr Gesicht bekannt vor, seit dem Moment da ich sie auf dem Campus erspäht und beschlossen hatte, sie einfach mitzunehmen. Noch war ich nicht dahinter gestiegen, was es mit ihr auf sich hatte, aber allzu lange würde es nicht dauern. Da war ich zuversichtlich; sie schien mir bereits jetzt aus der Hand zu fressen und glaubte nicht daran, dass sie der großen bösen Schlange gegenüberstand anstatt dem süßen Schaf.

Was mir jedoch immer noch nicht gefiel, war die Tatsache, dass sie inzwischen an der Hintertür angekommen war und gerade den Knauf drehte, um nach draußen zu gelangen. Zwar hatte ich ihr freigestellt zu gehen, wann auch immer sie wollte, aber jetzt mitzubekommen, dass das tatsächlich eine Option schien, machte mich nicht glücklich.

Räuspernd trat ich aus den Schatten, lehnte mich in den Türrahmen und ließ meinen Blick auf ihr ruhen. Fest und eindringlich.

»Wohin des Weges?«, fragte ich im Plauderton, auch wenn es mir schwerfiel, die aufsteigende Enttäuschung unter Kontrolle zu halten.

Völlig lächerlich, wenn man es sich mal überlegte. Ich konnte schon heute Nacht wieder über den Campus streifen und die nächste Frau hierherbringen, verführen und vögeln, bis ihre Beine vor purer Ekstase nachgaben. Nur stellte sich da die Frage, ob ich das überhaupt wollte, wenn ich stattdessen eigentlich Aloy haben könnte.

Aloy, die mir in so mancher Hinsicht ebenbürtig erschien. Aloy, die genug Seelenruhe besaß, um die Tür vollständig zu öffnen und nach draußen zu treten, ohne mich auch nur eines Blickes zu würdigen.

Da war es wieder, das nagende Gefühl, weil sie sich nicht verhielt, wie ich es erwartete. Diese Eigenschaft von ihr war zwar etwas, das mich ungemein anzog, aber im Endeffekt machte sie das unberechenbar. Und wenn ich eine Sache nicht gebrauchen konnte, war das wohl, dass sich Menschen unberechenbar verhielten.

Sie lehnte sich an das Geländer der Veranda, die einmal um das ganze Haus führte – der Architekt hatte den Südstaaten-Flair unbedingt nach Maine bringen müssen – und starrte in die Nacht hinaus, als ob sie dort die Geheimnisse des gesamten Universums ergründen könnte.

Ich folgte ihr, die Hände in den Hosentaschen vergraben und dennoch bereit, sie mir über die Schulter zu werfen und wieder nach drinnen zu verfrachten, wenn sie auf die Idee kam, mir vor der Nase wegzulaufen. Innerlich schalt ich mich dafür selbst, denn den Frauen, die hierherkamen, einen freien Willen zu lassen, war die Kernstruktur des ganzen Konstrukts. Sonst funktionierte es nicht – sonst wurde es zur Angriffsfläche.

»Wirst du gehen?«, setzte ich nach, die Unruhe in meiner Stimme verfluchend.

Damit entlockte ich ihr eine Reaktion, endlich. Aloy riss den Kopf herum und starrte mich mit zusammengezogenen Augenbrauen an. Ein Gewitter hatte sich auf ihrer Stirn zusammengebraut und drohte, sich über mir zu entladen.

»Natürlich nicht. Du hast aber gesagt, ich darf mich hier frei bewegen. Und mir war nach frischer Luft«, erklärte sie sich, noch immer in dieser Haltung steckend, die mir deutlich signalisierte, dass mein Verhalten sie irritierte.

Zu Recht.

»Achso«, entgegnete ich lahm, die Anspannung zwischen meinen Schulterblättern plötzlich irrelevant und vergessen. »Selbstverständlich darfst du das.«

»Gut«, entgegnete sie, das Kinn in die Luft reckend.

Gab sie sich wirklich beleidigt, weil ich angenommen hatte, dass sie sich womöglich dazu entschieden hatte, zu gehen? Diese Frau war mir ein Rätsel. Rätsel bargen Gefahren und ich war mir noch nicht gänzlich sicher, ob ich bereit war, dieses Risiko einzugehen.

Der Zwiespalt, der in mir herrschte, war dementsprechend groß. Einerseits erschien sie mir wie die verbotene Frucht, die ich gerade sehr ausgiebig gekostet hatte und andererseits hockte ein Engel auf meiner Schulter und flüsterte mir zu, sie fortzuschicken. Aloy in etwas zu verwickeln, das sehr viel größer war, als sie sich vorstellen konnte, erschien mir nicht fair. Zumal unser Konzept nie darauf ausgelegt worden war, Frauen für längere Zeit in unser Leben zu integrieren. Es gab Ausnahmen …

Ich machte mir definitiv zu viele Gedanken dafür, dass ich sie erst seit einigen Stunden kannte und weitaus öfter meinen Schwanz in sie gestoßen als ich Worte mit ihr gewechselt hatte.

Bei der Erinnerung daran zogen sich die Muskeln in meiner Lendengegend zusammen. Das ignorierend, stellte ich mich hinter sie, ihrem Blick in die dunkle Nacht folgend. Am Horizont ließ sich bereits der erste helle Streifen grau erkennen.

»Was studierst du? Ich veranlasse eine Beurlaubung für die nächsten Tage.« Junge Frauen, die einfach verschwanden, hinterließen immer Fragen. Und ein Date mit der hiesigen Behörde stand nicht unbedingt auf meiner diesjährigen Wunschliste.

»Wie willst du das anstellen? Dort anrufen und behaupten, du seist mein Mann oder Vater oder gar mein Arzt höchstpersönlich?« Sie dachte, dass sie mit dieser Aussage gewann, doch sie kannte meinen Trumpf noch nicht.

Ich drückte mich von hinten gegen ihren perfekten Körper, die Arme rechts und links neben ihr auf dem Geländer aufgestützt. Sie versteifte sich ein wenig, gerade genug, um mir zu verraten, dass sie doch nicht so unnahbar war, wie sie sich gab.

Den Kopf nach unten beugend strich ich mit den Lippen über ihr Ohr. »Ich bin Dozent an dieser Universität, Prinzessin. Ich könnte dafür sorgen, dass du den Studiengang wechseln kannst oder exmatrikuliert wirst.« Sie musste ja nicht wissen, dass der Dekan mit meinem Vater im gleichen Golfclub spielte. Seit mehr als vierzig Jahren.

Sie drehte sich blitzschnell herum, bohrte den Finger in meine Brust und starrte von unten wütend zu mir herauf. »Oder du hältst dich aus meinen Angelegenheiten heraus. Ich kümmere mich selbst darum.«

Die Art, wie mich ihre Augen warnend anfunkelten, trichterte mir ein, einfach ‚Ja‘ und ‚Amen‘ zu sagen und genau das zu tun, was sie verlangte. Allerdings ging mir das derart gegen den Strich, dass ich mich, mangels einer besseren Alternative, einfach nur gegen sie presste, ihr einen wilden, zweifelsohne besitzergreifenden Kuss auf die Lippen drückte und dann einen Schritt zurückmachte.

»Wenn du hierbleiben willst, lässt du mich die Angelegenheit regeln«, informierte ich sie, woraufhin sie nur die Arme verschränkte.

Den kurzen Schock darüber, dass ich mir einfach nahm, was ich wollte und wann ich es wollte, schien sie bereits wieder abgelegt zu haben. Unglaublich.

»Tja – dann tut es mir leid dir mitteilen zu müssen, dass ich gar nicht auf diese Uni gehe«, erklärte Aloy beiläufig. Sie sah mich geradeheraus an, besaß die Frechheit, nicht einmal zerknirscht auf ihre nackten Füße zu starren.

Im Prinzip änderte es gar nichts, sondern machte es für mich nur einfacher. Nichtsdestotrotz hatte unser Kennenlernen mit einer Lüge begonnen. Mehr oder weniger. So kleinlich war nicht einmal ich. Vielleicht ärgerte es mich einfach nur, dass Aloy dieses nervige Talent besaß, mir geradewegs ins Gesicht zu sehen, ohne auch nur einen leisen Hinweis zu verraten, ob sie gerade log oder die Wahrheit sagte. Selbst wenn sie mich nicht sehen konnte – wie vorhin, als sie die Augenbinde umgehabt hatte, war es mir nicht ganz gelungen, unter ihre Fassade zu blicken.

Kein Schreien, keine Gegenwehr. Nur eisiges Kalkül und messerscharfer Verstand. Was hatte ich mir da nur ins Haus geholt?

»Und warum genau läufst du dann des Nachts auf unserem Campus herum?« Meine Hände wanderten zu ihrem prallen Hintern, wo ich meine Finger vergrub.

Die Antwort auf meine Frage interessierte mich brennend – welche Ausrede würde sie mir auftischen, welche Lüge unter die Nase reiben?

Aloy hob die Schultern, an ihren Mundwinkeln zupfte ein freches Grinsen, das sie nur zum Teil unterdrückte. Hätte ich auf ihrem Kopf in diesem Moment zwei Hörner entdeckt, hätte mich das nicht im Geringsten gewundert.

»Mir sind Geschichten zu Ohren gekommen«, raunte sie, einen Schritt nach vorne machend.

Sie schloss die Distanz zwischen uns. Ihre Brüste drückten sich durch das Shirt gegen meinen Oberkörper. In meiner Hose zuckte es verräterisch.

»Ich wurde neugierig und fand es sehr schade, dass diese Ehre nur den Studentinnen dieser Universität vorbehalten sein sollte. Deshalb habe ich diesen Abend gestern schon sehr lange geplant. Es kostete einiges an Mut, diese Pläne in die Tat umzusetzen, aber … hier bin ich.«

Jedes verdammte Wort in diesen Sätzen klang aus ihrem Mund sexy und versaut. Sie machte mich fertig – mit ein paar einfachen Worten.

Inzwischen war ich hart und die Art und Weise, wie ihr Blick zwischen unseren Körpern nach unten glitt, sagte mir, dass auch sie es bemerkt hatte. Ein zufriedener Ausdruck huschte über ihr Gesicht, dicht gefolgt von etwas Sadistischem, das ich im Spiegel normalerweise nur bei mir sah.

»Du bist hier, weil dich die Vorstellung entführt zu werden und das Ungewisse, was darauffolgt, erregt hat?« Ich packte sie an den Oberarmen, mehr als bereit Aloy jetzt hier und auf der Stelle zu nehmen.

Wusste sie eigentlich, was für ein verdammtes Geschenk sie mir damit machte?

Sie legte den Kopf schief. »Ich bin hier, weil sich meine dunklen Abgründe von deinen angezogen fühlen.«

Aloys Augen hatten sich in meinen verhakt, ihr Blick so durchdringend, dass es mich nicht gewundert hätte, wenn sie bis zu meiner verdorbenen Seele hätte sehen können.

Mehr als diese unausgesprochene Aufforderung, die sich in mein Gehirn bohrte wie ein Pfeil in eine Zielscheibe, brauchte es nicht. Ich holte sie unsanft von den Füßen, drückte ihre Arme gegen den Verandaboden und meinen Körper gegen sie. Mit den Knien zwang ich ihre Beine auseinander und ließ sie nur kurz los, um ihr die dünne Schlafhose vom Leib zu reißen.

Diesen Moment nutzte sie, um mir einen kräftigen Stoß gegen die Schultern zu verpassen. Plötzlich und äußerst unerwartet fand ich mich auf dem Rücken wieder, Aloy auf meinem Schwanz sitzend. Nur der Stoff trennte unsere Körper davon, sich miteinander zu vereinen.

Da war er wieder – der sadistische Gesichtsausdruck.

»Jetzt bin ich dran.« Ihre Hand landete auf meinem Schritt, der Druck, den sie ausübte, brachte meine gesamte Lendengegend zum Pochen.

Sie hob die Hüften nur an, um den Gürtel zu öffnen und mir Hose und Shorts ein Stück nach unten zu ziehen. Im Licht der schummrigen Dämmerung beobachtete ich Aloy dabei, wie sie meinen Körper das erste Mal in Augenschein nahm. Ich hatte ihr das verwehrt, war mir aber dennoch sehr sicher, dass sie genau wusste, was sie mit diesem verdammten Körper und ihrem Aussehen anstellen konnte.

Wie gut sie das wusste, demonstrierte sie im nächsten Augenblick, als sie zwischen meine Beine rutschte und die Hände seitlich an meinen Hüften platzierte. Unwillkürlich zuckte ich ihrem Gesicht entgegen, als mich ihre lockigen Haare kitzelten.

Sie biss mir in die Seite. Leckte mit der Zunge von meinem Bauchnabel bis dahin, wo mein Schwanz vorfreudig um ihre Aufmerksamkeit bettelte – nur damit sie dann doch zu meinem Oberschenkel abdrehte und dort ihre Tortur mit Zähnen und Zunge fortsetzte.

Ich stieß ein tiefes Knurren aus. Es lag mir nicht, auf Dinge warten zu müssen. Sie nicht dann zu bekommen, wenn ich es wollte. Nein, ich hasste es sogar, dass sie mich einfach in diese unterwürfige Rolle gezwungen hatte und ich es auch noch zuließ, weil ich jede Sekunde davon genoss und es kaum erwarten konnte, ihre verdammten Lippen an der empfindlichsten Stelle meiner Männlichkeit zu spüren.

Als ihre Zunge endlich mit einer federleichten Bewegung über die dünne Haut glitt, nahm ich beinahe an, dass es nur ein Versehen gewesen war. War es nicht, wie ich gleich daraufhin feststellte, als sie es mit mehr Druck wiederholte. Ich sah Sterne vor meinen geschlossenen Augen. Meine Hand landete in ihren Haaren, hielt ihr die lästigen Strähnen aus dem Gesicht. Obwohl ich zu gerne das Tempo angegeben hätte, tat ich es nicht. Die Muskeln in meinen Armen zuckte vor Zurückhaltung, aber es gab für alles den passenden Moment.

Ich würde schon noch dazu kommen, ihren süßen Mund rücksichtslos zu vögeln. 

Nur nicht jetzt, denn ehe ich mich beherrschen konnte, braute sich in mir etwas zusammen. Sekunden später kam ich, mein Schwanz zuckend und ich unkontrolliert stöhnend – in ihren Mund. 

Gerade rechtzeitig riss ich die Augen auf, um zu sehen, wie sie schluckte und sich über die Lippen leckte. Hätte ich gekonnt – ich wäre auf der Stelle erneut hart geworden und gekommen.

Diabolisch grinsend erhob sie sich und ging wieder nach drinnen. Ich ließ den Kopf mit einem lauten Knall zurück auf den Holzboden sacken und starrte verwirrt, verstört und äußerst erregt in die Morgendämmerung.

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