Die ganze Story wirkt im ersten Augenblick eigentlich klischeehaft: Die Jungfrau vom Lande mit schmerzhaften Erfahrung trifft auf einen mysteriösen, adonisgleichen und tätowierten Typen, der ein einziger Abgrund ist. Damit endet das Klischee aber auch schon.

Grayson und April sind wie Magneten mit Polstörungen: anziehen und abstoßen im Wechsel. Sie hat schlechte Erfahrungen mit ihrem Ex gemacht. Dennoch fühlt April, dass in ihr etwas schlummert, was sie bislang immer versucht hat zu unterdrücken. Sie hält es für eine Abart, etwas Krankem, was nicht an die Oberfläche kommen darf und hält deshalb seit 3 Jahren die Männer auf Abstand.

Grayson ist unter dem toxischen Einfluss eines perversen Vaters aufgewachsen und favorisiert die harten Sexspiele mit devoten Frauen, besser gesagt Sexsklavinnen. 

Und dann stolpert ihm April in die Arme. Das unscheinbare Mauerblümchen, dass ihn bereits seit seinem Einzug ins Nachbarhaus stalkt. Es entwickelt sich eine Beziehung, die beide gleichzeitig wollen und nicht wollen. Eine Schrödinger-Beziehung. 

Als ein Mord passiert, gerät Aprils Welt aus den Fugen. Die Geschichte nimmt derart an Fahrt auf und die Spannung wird auf einem hohen Level gehalten. Wem kann sie trauen? Wer ist der Mörder? 

Ich muss zugeben, dass die Wendung mich überrascht und mir einen großen Lesegenuss verschafft hat. Das Happy-End haben sich die beiden redlich verdient. 

Allerdings muss ich zugeben, dass mir der Epilog nicht so gefallen hat. Er wirkte auf mich, als wurde er nur schnell dahingeschrieben. Dabei wäre das die Chance für ein bis zwei weitere spannende Kapitel gewesen, die illegalen Geschäfte von Graysons Vater und den Konflikt mit seinem Onkel einzubauen. Schade. 

Dennoch ist das Buch sehr unterhaltsam und ich kann es absolut empfehlen.

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