Ich bin bereits seit Kings of Venom ein totaler Fan von Christina Rain, aber mit Dark Neighbor hat sie noch einen drauf gesetzt. Ich liebe dieses Buch und einmal angefangen, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.
Der Schreibstil ist einnehmend, spannend und an den richtigen Stellen gefühlvoll und sensibel.
Die Story hat einen unglaublichen Spannungsbogen. Es wurden viele falsche Fährten gelegt, allerdings hatte ich relativ früh einen Verdacht, wer der Mörder ist.
April und Grayson habe ich von der ersten Seite an geliebt. Anfangs bekommt man den Eindruck, April wäre ein schüchternes, kleines Mauerblümchen, aber der Eindruck trügt. Auch sie hat eine gewisse Dunkelheit in sich und Sehnsüchte, die nur Grayson stillen kann. Grayson trägt ein paar sehr böse Dämonen mit sich herum, die nach und nach enthüllt werden. Er ist nicht der nette Nachbar von nebenan, aber definitiv ein heißer Nachbar. Ich hätte nichts dagegen, wenn auch neben mir ein Grayson einziehen würde 🙂 Ich finde die Entwicklung der Protagonisten wirklich toll. Auch wenn es keine typische Lovestory ist und definitiv einige Grenzen ausgereizt oder gar überschritten werden, ist die Darstellung trotzdem noch authentisch. Besonders gut gefällt mir, dass die Story sowohl aus Aprils als auch aus Graysons Sicht erzählt wird. Es macht die Entwicklung der Gefühle beide noch deutlicher. Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen, besonders Callie. Ich hätte gern noch etwas über ihre Vergangenheit erfahren, da auch sie einen schweren Schicksalsschlag erleben musste.
Wenn ich einen klitzekleinen Kritikpunkt äußern müsste, dann wäre es der Epilog, den ich hier eigentlich nicht gebraucht hätte. Es ist ein ziemlicher Zeitsprung und wirkt auf mich irgendwie zu gekünstelt. Ich meine, wo kam denn plötzlich dieser Derek her? Aber das ist nur meine persönliche Meinung und ändert nichts daran, dass mir das Buch wirklich unglaublich gut gefallen hat.

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