Mich hat der Klappentext sehr gespannt auf den Verlauf der Story gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. 

Die Protagonistin April will sich eigentlich von Männern fernhalten, nachdem sie traumatisches aus ihrer Ex-Beziehung mitnehmen musste. Der neue Nachbar weckt dennoch ihr Interesse und stellt ihr Gefühlsleben auf den Kopf: Besonders dann, als die Frau tot aufgefunden wird, die in ihrer Todesnacht noch in seinem Bett war. Dadurch verdächtigt sie ihn einerseits, ein Mörder zu sein und kann ihm andererseits nicht widerstehen. 

Ich war am meisten darauf gespannt, wie die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten sein wird. Ich fand es etwas schwierig mir vorzustellen, dass sie sich in jemanden verliebt, der vielleicht eiskalt mordet. Das die beiden sich anfangs nicht verstehen, macht das Ganze schon interessanter zumal die “wortlosen” Interaktionen am Fenster die Spannung zwischen beiden verstärkt. Die Entwicklung der Beziehung war einerseits ziemlich düster, andererseits sehr gut durchdacht und aufgebaut.

Der Schreibstil hat mich ebenfalls mitgerissen; Vergleiche machen gewisse Aussagen und Handlungen sehr gut vorstellbar zumal die Sprache grundsätzlich auch schon sehr bildlich und verständlich ist. 

Zum Thriller-Aspekt kann ich sagen, dass es schon einige Verdächtige gab, die als Mörder in Frage kamen und die Auflösung nicht besonders überraschend war, aber dennoch so gut umgesetzt, dass die Spannung nicht abklingen konnte. Dieser Erzählstrang hat mir neben der psychologischen und romantisch-düsteren Dynamik der beiden Protagonisten mit am besten gefallen.

Mein Fazit also: Es ist definitiv ein Lese-Erlebnis, der sich lohnt. Auch wenn einiges vorhersehbar ist, verliert die Geschichte nicht an Spannung. Die erotisch-düsteren Szenen sind teilweise krass aber auch definitiv das, was die Geschichte so spannend und lebendig machen.

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