Faking it: Verlobt mit dem Boss” ist ein weiterer Romance-Roman aus der “Faking it-Reihe” von M. J. Haven und handelt von Olivia, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ein eigenes Café zu eröffnen und dem reichen Caféketten-Besitzer Matthew. Die Erzählung erfolgt aus den Sichtweisen beider Protagonisten.

Die Geschichte beginnt mit Olivia, die einen großen Traum hat, für den sie bereit ist, ihr eigenes Wohlergehen bzw. ihre Gefühle zu opfern. Sie befindet sich in einem Zwiespalt, denn einerseits hält sie Menschen auf Abstand (um nicht wieder verletzt zu werden – Tod des Bruders, Umzug der Eltern) und andererseits sehnt sie sich nach Nähe. Um ihren Fehler bei Matt wieder gut zu machen (wollte ihn beklauen, um die nächste Miete zahlen zu können) geht sie auf seinen Deal ein, seine Fake-Freundin zu werden. Sie ahnt jedoch nicht, welche Probleme das mit sich bringen wird.

Matt hingegen führt ein gutes Leben und möchte seine Ex-Freundin, die ihn damals betrogen hat, zurückerobern. Dass hierbei Olivia als Mittel zum Zweck dient und er einfach nicht gemerkt hat, was für ein falsches Spiel seine Ex spielt, hat mich teilweise sehr aufgeregt. Also aufgeregt im positiven Sinne, denn so hat die Geschichte den gewissen Pepp bekommen. Liv versucht ein professionelles Verhalten an den Tag zu legen, obwohl Matt sie phasenweise unter Druck setzt. Dabei wird immer deutlicher, dass zwischen den beiden mehr entstanden ist als eine reine Fake – Beziehung.

Man findet sich gut in die Geschichte ein, was unter anderem am lockeren Schreibstil der Autorin liegt. Olivia und Matthew sind sehr sympathische Protagonisten, wobei Matt phasenweise doch ziemlich arschig zu Olivia war. Mir hat die Bodenständigkeit von Olivia gut gefallen, denn sie hätte von Matt alles haben können, nichts davon aber wirklich gerne angenommen. Ich würde die Geschichte definitiv weiterempfehlen und auch nochmal lesen. Von mir gibt’s 4- 4,5 Sterne.

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