April lebt in einer Kleinstadt, in der eine Leiche gefunden wurde. Leider gehört sie zu den letzten  Personen, die das Opfer noch lebend gesehen hat – beim Sex mit ihrem neuen, heißen Nachbarn. So kommt es, dass April beginnt in diesem Fall zu ermitteln.

Die Geschichte wird sowohl aus Aprils als auch Graysons Sicht erzählt, was einem die Gedanken und Gefühlen der beiden nahebringt.

Man erfährt ziemlich schnell, dass Grayson tatsächlich einiges auf dem Kerbholz hat und kein romantischer Held ist. Aber wer will das schon? Er bedient brav alle Aspekte, die ein DR Protagonist braucht. Und das ist das einzig brave an ihm. Die Szene auf dem Friedhof – holy guacamoly sag ich nur!

Den Charakter von April fand ich besonders interessant, da ich nicht erwartet hätte, dass sie selbst eine so dunkle Seite an sich hat und das Böse gerne „provoziert“.  Sie ist wie eine Motte, die anstatt ins Licht in die Dunkelheit fliegt.

Während ihrer Ermittlungen kommen Geheimnisse ans Licht, die Aprils gesamte Welt auf den Kopf stellen und zwischendurch sieht es so aus, als könnte sie niemandem mehr trauen – nicht mal ihrer eigenen Familie. Jeder scheint ein Motiv zu haben und ich war mir so sicher, den Täter zu kennen.

Aber Pustekuchen!

Im großen Showdown kam dann jemand zum Vorschein, den ich gar nicht auf dem Zettel hatte. Es war spannend, absolut unerwartet und hatte einen wunderbaren „Scream“-Gedenkmoment für mich, den ich sehr gefeiert habe.

Dass Grayson vielleicht doch ein wenig Moral besitzt, merkt man daran, dass er anschließend  die Stadt und April verlässt, um sie zu beschützen.

Der Ratschlag, den April anschließend von ihrer besten Freundin bekommt, wird mir in Erinnerung bleiben:

 „Nur, weil wir Frauen sind, sind wir dazu verdammt, in unserem Turm zu hocken und auf den Prinzen zu warten? Wer sagt, dass wir warten müssen, April? Wieso tun wir nicht selbst etwas für unser Happy End?“

Also holt April sich ihr Happy End, wie die Geschichte begonnen hat – nackt in einem Fenster.

Es ist ein toller Abschluss für einen DR Roman, in dem es weit mehr als einen Charakter mit Abgründen in der Seele gibt.

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