Mit Boss-Night geht es nach Royal-Night weiter mit der Geschichte um Callum und Lindsay. Beide hatten ja im Schloss, nachdem sie Fia und Scott wieder zusammengebracht hatten, einen ONS an dem sie noch monatelang denken mussten. Mir fehlte hier ein bisschen die sexy Stimmung, das Knistern, was den ONS so unvergesslich machte, kam für mich nicht so rüber. Wochenlang sind sie sich dann ja nicht mehr begegnet, bis Lyn in Fias Nähe zieht und sich ein Jobangebot in Scotts Whiskeybrennerei ergibt, die Callum leitet.  

Beide sind ja überzeugte Single und Cal würde auch gern dort weitermachen, wo sie damals aufgehört haben, doch Lindsay bleibt auf Abstand, weil es in ihrem Innern so dunkel ist, dass sie es nicht schafft, einfach loszulassen und den Gefühlen, die sie für Cal hegt nachzugeben. Sie quält sich mit einer med. Diagnose, die ihr Leben stark beeinflusst. In Verdrängung ist Lin wirklich spitze. Anstatt sich ihrer Freundin oder auch Cal anzuvertrauen, sich über Alternativmethoden zu informieren, bloggt sie völlig ab und wird zur Expertin im Lügen. Diese Art von ihr mochte ich gar ich. Wenn man bedenkt, wie sehr sie für Fia damals da war, ist es schon etwas traurig und verletzend, dass sie ihre Freundin so ausschließt.

Cal fand ich einfach wunderbar. Er ist Lindsay ein sehr guter Freund, der sich zum Glück von ihr auch nicht vertreiben lässt, als sie es versucht. Es ist doch immer wieder lustig, wenn wir denken, dass wir für anderen entscheiden müssen, was gut für sie ist. Zum Glück setzt Cal seine Prioritäten richtig und findet für Lindsay die richtigen Worte.

Diese Geschichte behandelt ein schmerzhaftes Thema, was einen anfangs den Boden unter den Füssen wegziehen kann, zeigt aber auch, wie wichtig Gespräche, Freunde und physiologische Betreuung ist, um sich aus der eigenen Dunkelheit zu befreien.

Während wir in diesem Buch mit Cal und Lindsay auf die Reise gehen, erfahren wir auch wie es mit den werdenden Eltern, Fia und Scott, weitergeht und begleiten sie auf deren Hochzeit. Ein besonderes Highlight fand ich, dass wir neben den wunderschönen, ausgearbeiteten Beschreibungen des Örtchens und Umgebung auch einen Einblick in die Whiskeyherstellung bekommen haben.

Für mich eine klare Leseempfehlung.

0