Mr. Dealmaker: Als Nanny beim Millionär war das erste Buch, welches ich von J. C. Barlow lesen durfte. Leider konnte mich das Buch rund um Kyle und Leila nicht wirklich fesseln. Nach der Leseprobe waren meine Erwartungen höher, als das Buch sie erfüllen konnte. Ich glaube genau deswegen, war ich nicht sonderlich zufrieden mit dem Buch. Mir fehlte das prickelnde etwas zwischen den beiden. Erotische Szenen gab es genug, nur leider fehlte mir der Tiefgang in der Geschichte.

Der Schreibstil war angenehm. Er war flüssig und leicht zu lesen. Das Buch stellt eine leichte Lektüre da mit seinen 235 Seiten. Das Buch ist klar aufgebaut und hat einen geringen Spannungsbogen, was bei romantischen Büchern häufiger der Fall ist. Trotzdem mochte ich insgesamt den Schreibstil von J.C. Barlow.

An der gesamten Geschichte hat mir weniger gefallen, dass es für mich nicht tiefgehend war. Ab einem gewissen Zeitpunkt gab es nur noch Geschlechtsverkehr und erotische Szenen. Tiefergehend wurde nichts behandelt, was bei der geringen Seitenanzahl verständlich ist. Der Anfang des Buches sowie das Kennenlernen der beiden hat mir gut gefallen. Der Deal und der Hintergrund sind mir bis jetzt nicht einleuchtend und wie Kyle seine Meinung zwischen „Ich will Leila loswerden“ und „Ich behalte sie für immer“ so schnell ändern konnte ist mir bis jetzt nicht klar. Die Autorin ist hier etwas zu schnell vorangeschritten was zwischenzeitlich etwas störend war. Man erhofft sich hier so etwas wie eine Cinderella Story, welche jedoch durch die schier endlosen erotischen Szenen immer wieder unterbrochen wird. Eine Entwicklung konnte hier ab der Hälfte nicht mehr erkannt werden.

Die Charaktere waren teilweise sympathisch wenn auch eingefahren auf die drei Hauptcharaktere Leila, Kyle und dessen Tochter. Alle Nebencharaktere werden wenig mit einbezogen oder immer nur kurz angeschnitten. Charakterliche Entwicklung gibt es bei denen nicht. Leila war für mich ein naives kleines Mädchen, was keinerlei Ahnung vom Leben hat. Sie ist dumm genug all das mitzumachen. Eine richtige Entwicklung konnte ich leider nicht erkennen. Es war teilweise anstrengend ihr zuzusehen und zu verfolgen, wie sie alleine nicht geregelt bekommen hat.

Kyle hingegen zeigte ebenso wenig Entwicklung. Verstanden habe ich ihn als Charakter auch nicht. Sein Handeln war vollkommen ambivalent. Auf der einen Seite sie loswerden wollen auf der anderen Seite mit dem Kindermädchen ins Bett steigen.

Kyles Tochter war präsent und doch weiß man nichts über sie. Wie das ganze Buch blieb alles sehr oberflächlich und seicht. Deswegen kann ich hier an der Stelle keinen Favoriten unter den Charakteren benennen. Kennengelernt habe ich alle nur oberflächlich.

Insgesamt konnte mich das Buch nicht überzeugen. Sterne gibt es für den Schreibstil und die Grundidee dahinter. Ansonsten konnte mich das Buch nicht einnehmen und fesselte mich nicht.

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