Olivia liebt ihre Arbeit im Café, doch leider reicht die Bezahlung nicht für ihre Lebenserhaltungskosten und Rücklagen für die Erfüllung ihres Traums. Eines Abends hätte sie sich fast einen Teil der Einnahmen eingesteckt, entschied sich jedoch dagegen. Als sie das Geld wieder zurücklegen wollte, wurde sie von ihrem Boss Matthew Harris auf frischer Tat ertappt, doch anstelle einer Kündigung, macht er ihr ein unmoralisches Angebot. Sie soll seine Fake-Freundin auf einer Hochzeit spielen. Ob das gut geht?

 

Aufgrund einer kleinen, auf der Leseprobe basierenden, Bewertung durfte ich das Buch „Faking it – Verlobt mit dem Boss“ von M. J. Haven „herzlesen“. Darüber habe ich mich sehr gefreut und sofort damit begonnen, als ich das E-Book erhalten habe. Die Leseprobe weckte meine Neugier und ich war gespannt, wie es mit Olivia und Matthew weitergeht.

Leider muss ich sagen, dass mich das Buch in einigen Aspekten enttäuscht hat. Die Charaktere hatten Potential, doch eine wirkliche Entwicklung konnte ich besonders bei Olivia nicht feststellen.

In vielerlei Hinsicht war sie naiv und hat ihre Fehler mehrfach wiederholt. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass sie sich ständig beschwerte, aber nie versuchte etwas zu ändern. Sie hätte sich einfach eine kleinere Wohnung suchen oder einen zweiten Job annehmen können. Bei Matthew hingegen, konnte ich eine kleine Entwicklung feststellen, die mich gefreut hat.

Die Beziehung zwischen den beiden erschien mir äußerst oberflächlich. Es gab keine einleuchtende Erklärung für die Entstehung ihrer Gefühle und der Sinneswandel bei ihm wurde durch Eifersucht ausgelöst? Meiner Meinung nach umfasst der Prozess des Sich-Verliebens mehr als optisches Begehren und 3 Gespräche.

Gegen Ende des Buches nahm die Handlung an Geschwindigkeit zu und viele „Probleme“ wurden gelöst. Jedoch waren diese vorherzusehen und schlossen Probleme ein, die wenn überhaupt 2-mal im Buch erwähnt wurden.

Ich muss ehrlich sagen, dass das Buch generell vorhersehbar gegliedert ist. Anfang und Ende gleichen sich darin, dass Matthew Geld nutzt, um zu erreichen, was er möchte. Es soll romantisch sein, doch mir kam es verzweifelt und bestechend vor.

Gut gefallen hat mir der humorvolle Schreibstil, der sich fließend und einfach lesen ließ und Connor. Connor schien der einzige Charakter im Buch zu sein, der sowas wie Vernunft besitzt.

Alles in Allem ist dieses Buch eine potentiell gute, aber nicht ausreichend überdachte Idee.

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